Trekken auf Sardinien - Selvaggio Blu

Zum „Selvaggio Blu“ gibt es nichts Vergleichbares. Entlang der sardischen Felsküste durchwandern wir eine unberührte Karstlandschaft, die wildromantisch und wunderschön ist.

Facts

800 m
Italien
schwer
schwer
4C

Das Abenteuer

Trekking in eindrucksvoller Umgebung in unwegsamem Gelände mit beeindruckenden Tief- und Weitblicken entlang der Steilküste.

Kurzweilige, aber anstrengende und bewegungstechnisch anspruchsvolle Tagesetappen, gespickt mit exponierten Abseilstellen und seilversicherten Passagen.

Dank guten Kontakten zu den Locals erhalten wir immer wieder einen Einblick in die sardische Kultur.

Das ausgeklügelte Programm ergibt eine attraktive Kombination von Übernachtungen im Zelt und Nächten in authentischen Unterkünften.

Wir besuchen die versteckte und kaum bekannte Grotta su Miracolu, eine Tropfsteinhöle, die das Prädikat “Extraklasse“ verdient.

Hinter dem Namen „Selvaggio Blu“ verbirgt sich eines der schönsten Trekkings Europas. Die Route führt entlang der sardischen Felsküste und ist in seiner Art absolut einzigartig. Zwischen Santa Maria Navarrese und Cala Gonone liegt der „Golfo di Orosei“ mit unzähligen, traumhaften Buchten, die weitestgehend wild und naturbelassen sind. Teils führt die Route nahezu weglos durch wilde Macchia wenig oberhalb des Meeres, teils über alte Hirtenpfade bis 800 m über dem Meeresspiegel. Erfrischende Bäder im Meer und häufig sternenklare Nächte runden eine anstrengende Wanderwoche ab.

Der „Selvaggio Blu“ bietet abseits bekannter Urlaubsorte ein ausserordentlich forderndes Trekking mit technischen „Einlagen“. Der Küstenabschnitt ist einerseits einizgartig herb aber paart dies Tag für Tag mit lieblich-mediterranen Eindrücken und bergsportlichen Erlebnissen.

1. Tag: Anreise nach Sardinien

Die Anreise zum Flughafen Olbia erfolgt individuell (Treffpunkt gegen Mittag siehe Anreise). Gemeinsam geht es weiter per Mietwagen zu unserem Ausgangspunkt nach Santa Maria Navarrese, einem malerisch gelegenen Küstenstädtchen. Wir beziehen unsere Zimmer im zentral gelegenen Hotel, einen Steinwurf vom Strand entfernt. Beim anschliessenden Apéro besprechen wir Ablauf und Anforderungen der bevorstehenden Reisetage. Vor dem Abendessen unternehmen wir noch Abseilübungen, verteilen die Gemeinschaftsausrüstung und packen individuell unsere Rucksäcke für die kommenden Tage. Überflüssiges Gepäck können wir im Hotel bis zu unserer Rückkehr deponieren.

2.Tag: Hoch hinaus durch die Macchia und entlang senkrechter Felswände

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir ca. 20 Minuten über kurvige Strassen zum spektakulären Ausgangspunkt der ersten Etappe. Die Pedra Longa, eine imposante, über hundert Meter hohe, senkrecht aus dem Meer ragende Felsnadel, markiert unmissverständlich den Eintritt in unser Abenteuer. Gleich vom Start weg sind wir umgeben von duftenden Sträuchern und Erdbeerbäumen. Zunächst geht es noch angenehm der Küste entlang, aber bald steigt der Weg an. Über eine steile Felsrampe gilt es der Sonne ausgesetzt 700 Höhenmeter auf das stark verkarstete Hochplateau zu überwinden. Atemberaubende Ausblicke lenken dabei von den Anstrengungen ab. Aber: wie gewonnen, so zerronnen. Nach der Mittagspause geht es durch dichte Macchia, gespickt mit einer gesicherten Kletterpassage, wieder hinab bis auf Meereshöhe. In einer malerischen kleinen Bucht liegt unser erstes Nachtlager. Nachdem wir den ersten Durst gestillt haben stellen unsere Zelte auf und bereiten bei einem Gläschen Limoncello unser erstes Abendessen unter dem sardischen Sternenhimmel vor.

3. Tag: Über schroffe Felsabbrüche zur berühmtesten Felsnase des Mittelmeeres

Die zweite Etappe erweist sich als nicht weniger anstrengend als die gestrige, aber belohnt wiederum mit andersartigen Landschaftseindrücken. Eigentlich sollte die Navigation entlang senkrecht abfallender Felsfluchten denkbar leicht sein. Aber der Weg erfordert donnoch stetige Konzentration, da er sich immer wieder in undurchdringlicher Strauch-Macchia verliert. Wir queren tief eingeschnittene Canyons, klettern über Felsbänder, steigen über Wacholderleitern und geniessen dabei surreale Bilderbucheindrücke des Golfo di Orosei. Mit der Einsamkeit entlang des Weges ist aber spätestens an der Punta Carroda, einer 50-Stockwerk-hohen Felsnadel, mit türkisblauem Meer und weissem Kiesstrand als Hintergrund, Schluss.

Wir nutzen die Gelegenheit zum Bad im Meer um anschliessend mit frischer Kraft den knapp 2-stündigen Aufstieg zu unserer Hirtenunterkunft unter die Füsse zu nehmen.

Der Lohn der Anstrengung ist die exzellente landestypische Küche, eine warme Dusche und die Übernachtung in einer einfachen Holz-Cabin auf weichen Matratzen.

4. Tag: Geheimnisvolle Hirtenorte: Piredda, Urele und Piddi

Kein Tag wie der andere: Unser Weg, gesäumt von tausend Jahre alten Olivastros, führt zunächst wenig anstrengend über die Golgo-Hochebene. Bald folgt der erste Anstieg auf einen Bergrücken mit Meerblick. Zur Mittagszeit wird es dann ernst: es folgen die ersten zwei Abseilstellen des Trekking und ab nun geht es nur mehr langsam voran. Schwierig zu findende Gehpassagen, weitere Abseilstellen und ständiges Auf und Ab lassen definitiv keine Langeweile aufkommen. Der heiss ersehnte Biwakplatz befindet sich letztendlich oberhalb einer karstigen Schlucht. Zwischen mächtigen Steineichen breiten wir uns aus. Heimelig wird es trotzdem sobald das Tageslicht schwindet und wir beim leckeren Abendessen Seele und müde Glieder baumeln lassen.

5. Tag: Die Königsetappe durch Eichenwälder entlang der Costa di Sisine

Die heutige Etappe beginnt mal ganz anders als gewohnt: ein entspannender Abstieg mit Ausblick auf bizarre Felsformationen und ein Besuch eines Jahrhunderte alten Hirtenstalls erlaubt noch etwas Muse – bevor wir zu beeindruckenden Abseilstellen gelangen. Kaum zu glauben, dass im Sack des Führers ausreichend Seil Platz gefunden hat! Zwar haben wir uns mittlerweile an luftiges Abseilen und gesicherte Felspassagen gewöhnt, aber es bleibt weiterhin spannend... Irgendwann erreichen wir festen Boden unter den Füssen, dazu noch in einem lieblichen Wald mit erdigem Untergrund - eine unerwartete Wohltat für geschundene Füsse, die seit Tagen über Stock und Stein stolpern. Gegen Ende des Nachmittages erreichen wir die letzten Kletter- und Abseilstellen. Unter uns breitet sich eine malerische Bucht vor uns aus. Unser Tagesziel und das Ende des Selvaggio Blu ist erreicht! Wir feiern die Ankunft mit einem Bad im warmen Meer und der Ausblick über die Lagune lässt die Mühen des Weges vergessen. Schnell sind die Zelte auf dem sandigem Untergrund aufgestellt, auch die Küchenschicht hat mittlerweile Routine.

Mal sehen was morgen noch so auf uns wartet?! Dieser Gedanke trägt uns in den Schlaf.

6. Tag: Zeit am Meer und Besuch einer Weltklasse Tropfsteinhöhle

Mit dem Sonnenaufgang über dem Meer kommt heute gleich so richtig Ferienstimmung auf und wir geniessen es die Zeit zu haben um am Strand ausgiebig zu frühstücken. Im Anschluss brechen wir das Lager ab und laufen mit Stirnlampen (!) im leichten (!) Tagesrucksack in die Berge. Tagesziel ist eine tief in den Canyons versteckte, auf verwunschenen Pfaden zu erreichende Tropfsteinhöhle von Weltklasse, die wir Mithilfe eines lokalen Speleologen erkunden. Bei angenehmen 17º C Grad tauchen wir ein in eine Wunderwelt aus Stalaktiten, Sinterterrassen und -baldachinen – ein kaum bekanntes und äusserst selten besuchtes Naturwunder am Ende des Selvaggio Blu!

Am Nachmittag sind wir wieder am Strand und unser Boots-Shuttle holt uns ab. Über den Meerweg, quasi der „Direttissima“ geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt Santa Maria Navarese. Der Blick vom Wasser erlaubt es die Orte und Erlebnisse der vergangenen Tage nochmals Revue passieren zu lassen.

(Wetterbedingt kann hier alternativ auch ein Jeep-Shuttle notwendig werden, der aber nicht minder spektakulär durch eine tiefe Schlucht zurück in die Zivilisation führt).

An diesem Abend haben wir ausreichend Grund zum Feiern und gönnen uns ein tolles Essen.

7. Tag: Sardische Kultur

Zum Abschluss unserer Tage auf Sardinien unternehmen wir am Vormittag mit dem Mietwagen einen Ausflug in eines der nahe gelegenen Bergdörfer, wo Petroglyphen aus der Bronzezeit Einblicke in eine Kulturlandschaft und ihre Traditionen bieten. Der Nachmittag steht jedem zur freien Verfügung, bietet sich aber für einen ausgiebigen Spaziergang am kilometerlangen Sandstrand an.

(Der heutige Tag dient im Notfall auch als Reservetag, falls während des Trekkings aufgrund widriger Wetterbedingungen oder anderer unvorhersehbarer Umstände, ein Tag „ausgesessen“ werden müsste).

8. Tag: Abreise von Sardinien

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es zurück zum Flughafen von Olbia. Von dort verstreuen wir uns gegen Mittag wieder in alle Himmelsrichtungen, mit müden Gliedern aber voller Erinnerungen an eine erlebnisreiche Woche im wilden Herzen des Mittelmeeres.

Wichtige Infos

Der Profilcheck ist ein fester Bestandteil des Detailprogramms. Bitte lesen Sie ihn sorgfältig durch und bewerten Sie sich selbst. Aufgrund der für eine Reise erforderlichen Punktezahlen können Sie aus Ihrer eigenen Bewertung unmissverständlich ablesen, ob Ihr technisches Rüstzeug, Ihre Kondition und Ihre Bergerfahrung den gestellten Anforderungen genügen.

Mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie uns Ihre spezifische Reisetauglichkeit. Zum Reiseablauf nehmen Sie bitte folgende Punkte zur Kenntnis:

Das Trekking erfordert grosse Ausdauer, aber sie ist mit keinen ausserordentlichen Risiken verbunden.

Die TeilnehmerInnen müssen keine „Supertrekker“ sein, sollten aber über eine solide Trekkingerfahrung und grosse Trittsicherheit, auch in exponiertem Gelände, verfügen. Sie müssen sich selbstständig und sicher in teilweise unwegsamen Gelände bewegen können.

Das Trekking erfordert passives Abseilen durch den Reiseleiter. Diese Stellen können nicht umgangen werden.

Wir legen sehr grossen Wert auf tatkräftige Mithilfe während der Reise, Kameradschaft und Toleranz.

Jede/r muss die persönlichen Grenzen während des Trekkings selbst erkennen und bereit sein, allenfalls den Rückzug anzutreten. Das Trekking erfolgt auf eigene Verantwortung.

Der Leiter steht während der Reise für die Gesamtleitung der Gruppe, nicht aber für die persönliche Betreuung des/der Einzelnen zur Verfügung. Dennoch muss jede/r bereit sein, die Weisungen und Entscheidungen des Reiseleiters zu befolgen. Diese werden im Interesse der Gruppe getroffen.

Wetter und unerwartete Ereignisse vor Ort können Improvisationen und Programmänderungen notwendig sein.

Jegliche Haftung für Unfälle, Schäden oder Materialverluste wird von Kobler & Partner abgelehnt.

Inbegriffen

Organisation der Trekking-Reise

10%-Gutschein zum Materialeinkauf bei Bächli-Bergsport

Sämtliche Transfers gemäss Programm (inkl. Bootsfahrt bei günstigen Wetterbedingungen)

Vollpension während des Trekkings, gemäss Programm

3 Hotelübernachtungen auf Basis Doppelzimmer inkl. Frühstück

1 Übernachtung auf Basis in einfacher Cabin (max. 4 Personen Belegung)

3 Übernachtungen in Zweier-Zelten, gemäss Programm

Kocher und Kochgeschirr

Notwendiges Sicherungsmaterial

Reiseapotheke

lokaler Speleologe für den Besuch der Grotta su Miracolu

Ortskundiger Trekkingführer von Kobler & Partner

Nicht inbegriffen

An- und Rückreise nach Sardinien

Versicherungen

Abendessen und Getränke an Tagen mit Hotelübernachtungen (3x)

Persönliche Medikamente

Individuelle Trinkgelder

Mehrkosten, die bei Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen

Allgemein

Grundsätzlich wird bei diesem Trekking das gesamte Material selbst getragen aber unser Guide Chris ist schon im Vorfeld des Trekkings auf Sardinien und richtet einige Trinkwasser- und Verpflegungsdepots ein. Dank dieser “Voraus-Arbeit“ können wir trotzdem mit relativ leichtem Gepäck unterwegs sein.

Klima

Das sardische Klima ist im Wesentlichen mediterran, mit warmem Frühling und Herbst, heissem Sommer und mildem Winter. Der goldene Herbst ist die ideale Zeit für den Selvaggio Blu.

Wir übernachten sowohl im Zelt, einer einfachen Unterkunft und 3x in einem kleinen, feinen Mittelklassehotel.

Reise-Vorbereitung

Die Anreise nach Sardinien erfolgt individuell.

Kobler & Partner hilft, wenn bei der Anmeldung gewünscht, bei der Organisation der Anreise. Treffpunkt der Gruppe ist der Flughafen von Olbia um ca. 12 Uhr.

Ausrüstungsliste Selvaggio Blu

110 l (wasser-und staubdichte Reisetasche, erhältlich bei K&P mit Gäste-Sonderrabatt)

Kleidung

Regenjacke

Primaloftjacke

Trekkinghose

Kurze Hose

T-Shirts

Unterwäsche

Thermo-/Funktionsunterwäsche

Trekkingsocken

Halstuch/Buff

Sonnenhut/Schildkappe

Badesachen

Schuhe

Bequeme Schuhe (Laufschuhe)

Trekkingschuhe (robust, mit guter Profilsohle)

Sandalen oder Crocs

Schlafen/Camping

Schlafsack, Komfortbereich 10°C

Hüttenschlafsack, Seide- oder Baumwolle

Isomatte (Empfehlung: 5cm dick, aufblasbar)

Essutensilien leicht (Essnapf inkl. Besteck)

Necessaire, Kulturbeutel

Handtuch (Mikrofaserhandtuch)

Technisches Material

Rucksack, ca.35 l

Schutzhülle für den Rucksack

Sonnenbrille

Sonnencrème

Lippenschutz

Trinkflasche

Stirnlampe (inkl. Ersatzbatterien)

Taschenmesser oder Multifunktionswerkzeug

Feuerzeug mit Feuerstein

Teleskopstöcke (bei Bedarf)

Klettergurt, leicht

2 HMS Karabiner (Schrauber)

Abseilgerät

Kleine Reiseapotheke (Persönliche Medikamente/Compeed)

Diverses

Abflugbrief von K&P mit den letzten Informationen

Reisepass und Kopie

Bargeld für den persönlichen Gebrauch

Kreditkarte (Mastercard oder Visa)

Mobiltelefon

Fotoausrüstung

Zum persönlichen Material kommt noch das Gruppenmaterial (Zelte, Kochutensilien) dazu. Dieser Anteil wird aber nicht mehr als 1,5 kg wiegen. Die persönliche Ausrüstung sollte trotzdem vorab optimiert werden.

Trekkingapotheke, GPS und Kartenmaterial hat dein K&P-Bergführer dabei.

Termine

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Reiseberichte

Selvaggio Blu – ein lange gehegter Wunsch!

Im Ungewissen was uns erwartet sind wir bei der Pedra Longa gestartet. Schnell wurde klar was es war: Schweiss, Steine und viele Kratzer, auf dem scharfen Karst rächte sich jeder Patzer. In Portu Pedrosu neben der blauen Tonne fanden wir die Süßwasser-Wonne. Am Ende des Tages konnten wir baden und uns an Limoncel

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19.11.2019

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Ulla_Mengel

Ulla Mengel

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