Expedition Khan Tengri

Zum „Herrscher des Himmels“ im Tien Shan

Eine Expedition für ambitionierte Bergsteiger an einem wenig besuchten 7000er.

Facts

7010 m
Kirgistan
mittel
schwer
11B

Das Abenteuer

Eine fantastische Bergpyramide im Herzen Asiens.

Ein „harter Brocken“ im Dreiländereck Kirgistan, Kasachstan und China.

Einer der fünf „Schneeleoparden“ (7000er Zentral-Asiens). Dazu gehören Khan Tengri, Pik Lenin, Pik Korshenevskaya, Pik Kommunismus und Pik Pobeda.

Kobler & Partner waren bereits ab 2012 mehrmals erfolgreich am Khan Tengri.

Das Tien Shan Gebirge gehört zum «Dach der Welt» dazu, denn es liegen dort immerhin zwei Siebentausender, der Pik Pobeda (7439m) und der Khan Tengri (7010m). Der Name ist mongolischen Ursprungs und bedeutet „Herrscher des Himmels“ oder „Herr der Geister“. Er ist nur durch seine Eiskappe knapp über 7000 m, geologisch reicht der Fels nur bis 6995 m. Dennoch ist er als 7000er anerkannt. Im weitverzweigten Gletscherbecken zwischen Pik Pobeda und Khan Tengri entspringt der Südliche Inylchek Gletscher, mit seinen 60 km Länge einer der längsten ausserpolaren Gletscherströme der Welt. Am Gipfel des Khan Tengri treffen die Grenzen von China, Kirgistan und Kasachstan aufeinander.

Zentralasien liegt zwischen Europa und Asien und grenzt im Süden an Afghanistan und den Iran. Es ist ein Land der Berge, Wüsten und Oasen und einem von den verschiedensten Völkern und Kulturen geprägter Raum. Es ist auch Schauplatz einer vieltausendjährigen Geschichte: unzählige Karawanen durchzogen vor Hunderten von Jahren die Grosse Seidenstrasse und leisteten so ihren Beitrag zu einem lebhaften Kulturaustausch.

Heute ist Zentralasien eine Welt im Aufbruch: aufgeteilt in fünf unabhängige Republiken, die jeweils eine eigene Sprache sprechen und eigene Währungen haben. Eine Reise in eine der zentralasiatischen Republiken ist zwar heute nicht mehr so abenteuerlich wie vor hundert Jahren, aber noch immer ein Erlebnis der besonderen Art.

1. Tag: Flug nach Bishkek

2. Tag: Ankunft in Bishkek (800 m)–Fahrt nach Karakol (1626 m)

Kirgistan ist ein Land für Bergsteiger und Wanderer, deshalb wird Kirgistan auch immer wieder mit der Schweiz verglichen. Wie die Schweiz ist es ein gebirgiges Binnenland zwischen den mächtigen Gebirgsketten des Tien Shan im Norden und dem Pamir im Süden. Nach Ankunft in Bishkek fahren wir gleich weiter. Anfänglich geht es über die weiten Ebenen am Fuss des Tien Shan Gebirges und dann am Ufers des Issyk-Kul entlang. Nach dem Titicaca See ist der Issyk-Kul See der zweitgrösste Binnensee der Welt. Wir fahren weiter nach Karakol, einem kleinen Ort, der während der früheren sowjetischen Zeit ein beliebtes Urlaubsdomizil war. Fahrzeit 8-10 Std., ca. 420 km, Unterkunft im Hotel.

3. Tag: Fahrt von Karakol (1626 m)–Chon Ashu Pass (3822 m)–Maida Adyr (2606 m)

Heute starten wir früh, um auf dem Chon Ashu Pass (3822 m) einen ersten Akklimatisationsspaziergang zu unternehmen. Anschliessend Weiterfahrt nach Maida-Adyr (2606 m). Die gesamte Fahrt dauert schlussendlich ca. vier bis sechs Stunden. Unterkunft in einer einfachen, aber gemütlichen Berghütte mit Doppelzimmern.

4.Tag: Akklimatisationstag in Maida-Adyr (2606 m)

In Maida Adyr unternehmen wir eine ausgedehnte Wanderung, um uns an die Höhe zu gewöhnen. Dieser Tag ist wichtig, der Höhenunterschied zum Basislager ist nämlich beträchtlich. Übernachtung in der Berghütte.

5. Tag: Helikopterflug: Maida-Adyr (2606 m)–Basislager (4000 m)

Der Helikopterflug mit einer MI 17, dem Traktor unter den Helikoptern, führt uns auf 4000 m ins „Kirgisen-Lager“, das sich auf einer Moräne des Nördlichen Inylcheck-Gletschers nordöstlich des Chapajev Peak befindet.

Die Staatsgrenze zu Kasachstan befindet sich in Sichtweite von unserem Basislager. Dahinter liegt das „Kasachen-Lager“. Der Khan Tengri liegt im Dreiländereck zwischen Kasachstan, Kirgistan und China und ist ein Gipfel der fünf Schneeleoparden aus längst vergangenen Sowjet-Zeiten. Bergsteiger, die den Khan Tengri (7010 m), Pik Pobeda (7435 m), Pik Lenin (7034 m), Pik Kommunismus (7495 m) und den Korzhenevskaya (7105 m) bestiegen, wurden mit dem Orden Sneschny Bars, dem „Schneeleoparden“, ausgezeichnet. Unterkunft im Zelt.

6.-25. Tag: Besteigung des Khan Tengri

Als formschöne, riesige Pyramide herrscht der Khan Tengri über dem Inylcheck Gletscher. Der russische Geograf Semjonow indentifizierte 1856 den Khan Tengri fälschlicherweise als höchsten Gipfel im Tien Shan. Einer sowjetischen Expedition unter der Leitung des ukrainischen Bergsteigers Michail Pogrebetzki

gelang 1931 die Erstbesteigung. Ebenfalls mit von der Partie war der Österreicher Franz Sauberer.

Wegen seines komplizierten Zuganges und der technisch anspruchsvollen Route ist der Khan Tengri viel weniger begangen als z.B. der Pik Lenin. Wir geniessen die Abgeschiedenheit des Basislagers. Unterkunft im Zelt.

Route:

BC–Lager I (4550 m)

Vom Basislager auf 4000 m geht es flach über den nördlichen Inylchek-Gletscher entlang am Fuss des markanten Nordgrats, der vom Pik Chapajev (6120 m) herunterzieht. Wir steigen über 35-40° steile Schneefelder, mit kurzen Steilaufschwüngen die zum Teil mit Fixseilen eingerichtet werden, zu einem Absatz am Nordgrat, wo sich auf 4550 m das Lager I befindet.

Lager I (4550 m)–Lager II (5470 m)

Vom Lager I geht es immer am Grat aufwärts, teilweise bis zu 45°. Dazwischen ist auch einmal ein Felsriegel zu überklettern. Dank der durchgehend mit Fixseilen eingerichteten Route sollte das Überwinden der kurzen Steilstufen keine Probleme bereiten. Das Lager II am Khan Tengri befindet sich auf einer grossen Schulter auf 5470 m.

Lager II (5470 m)–Lager III (5850 m)

Vom Lager II geht es zuerst über einen Schneegrat und dann durchgehend steil im kombinierten Gelände auf den Gipfel des Pik Chapajev (6120 m). Danach steigen wir in den Sattel zwischen Chapajev und Khan Tengri zu Lager III auf 5850 m ab. Je nach Bedarf besteht auch die Möglichkeit auf ca. 6400 m ein Lager IV einzurichten.

Gipfeltag:

Vom Sattel folgen wir lange dem breiten Rücken bis dieser immer steiler wird. Dann geht es schnell hinüber in kombiniertes Gelände, das gespickt ist mit immer wiederkehrenden kurzen, aber steilen Aufschwüngen. Über Schneerampen und Felspartien geht es aufwärts und schlussendlich durch ein Schneecouloir und den letzten Gratabschnitt auf den Gipfel. Bis kurz unter dem Gipfel ist die Route mit Fixseilen eingerichtet.

26. Tag: Helikopter-Flug vom Basislager nach Maida Adyr und Weiterfahrt nach Karakol (1626 m)

Vom Basislager geht es per Helikopter in 30 Minuten wieder zurück in das im Grünen liegende Lager Maida-Adyr. Die uns bereits bekannte Fahrt bringt uns in das ca. 160 km entfernte Karakol. Fahrzeit ca. 4-6 Std. Unterkunft im Hotel.

27. Tag: Karakol–Bishkek

Fahrt zurück von Karakol nach Bishkek. Unterkunft im Hotel.

28. Tag: Rückflug von Bishkek nach Europa.

Wichtige Infos

Der Profilcheck ist ein fester Bestandteil des Detailprogramms. Bitte lesen Sie ihn sorgfältig durch und bewerten Sie sich selbst. Aufgrund der für eine Expedition erforderlichen Punktezahlen können Sie aus Ihrer eigenen Bewertung unmissverständlich ablesen, ob Ihr technisches Rüstzeug, Ihre Kondition und Ihre Bergerfahrung den gestellten Anforderungen genügen. Mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie uns Ihre spezifische Expeditionstauglichkeit.

Zum Expeditionsablauf nehmen Sie bitte folgende Punkte zur Kenntnis:

Die Expedition ist anspruchsvoll und anstrengend. Schon der Höhe wegen ist sie mit gewissen Risiken verbunden.

Die Teilnehmer:innen müssen keine «Superalpinisten» sein, sollten aber über eine solide Hochgebirgserfahrung verfügen. Sie müssen sich selbständig und sicher in kombiniertem Gelände (Schnee, Eis, Fels) bewegen können. Die Teilnehmer:innen werden unter sich selbständige Seilschaften bilden. Wir legen sehr grossen Wert auf eine tatkräftige Mithilfe am Berg, Kameradschaft und Toleranz.

Jede:r muss die persönlichen Grenzen am Berg selbst erkennen und bereit sein allenfalls den Rückzug anzutreten. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung.

Der Leiter steht während der Expedition für die Gesamtleitung der Gruppe, nicht aber für die persönliche Betreuung des Einzelnen zur Verfügung. Dennoch muss jede:r bereit sein, die Weisungen und Entscheidungen des/der Expeditionsleiters zu befolgen. Diese werden im Interesse der Gruppe getroffen.

Je nach den vorliegenden Verhältnissen können Improvisationen und Programmänderungen notwendig sein.

Jegliche Haftung für Unfälle, Schäden oder Materialverluste wird von Kobler & Partner abgelehnt.

Der selbständige und konditionsstarke Bergsteiger:in hat am Khan Tengri bis zu 50° steile Flanken und Grate zu bewältigen und Felsgelände bis UIAA IV. Allerdings sind sämtliche steilen/schwierigen Passagen durch Fixseile entschärft.

Inbegriffen

Organisation der gesamten Expedition

Internationale Flüge, inkl. Taxen

Fluggepäck (siehe Abflugbrief)

Helikopterflug Maida Adyr–Basislager–Maida Adyr

Sämtliche Transfers; Bus- und Jeepfahrten

Informationstreffen bei Bächli Bergsport inkl. 10%-Gutschein zum Materialeinkauf

Gipfelgebühren

Vollpension während der ganzen Reise (individuelle Zwischenverpflegung, siehe K&P-Handbuch)

Getränke bei gemeinsamen Mahlzeiten, ausgenommen alkoholische Getränke

Anzahl Hotelnächte im Doppelzimmer (siehe Reiseprogramm)

Anzahl Nächte in der Berghütte (sie Reiseprogramm)

Gruppenzelt, WC-Zelt, Dusch-Zelt

1 Zelt pro 2 Teilnehmer:innen im Basislager sowie in den Hochlagern

Leichte Matten für die Hochlager (weitere Infos, siehe K&P-Handbuch)

Fixseile, Bergseile, Firnschwerter, Eisschrauben

Hochgebirgskocher (Gas) und Kochgeschirr

Kommunikation (Funk) im Basislager

Funkgeräte: 1 Funkgerät (9 Volt) pro 2 Teilnehmer:innen

Satellitentelefon, exklusiv Gesprächsgebühren

Wetterbericht aus der Schweiz während den Besteigungstagen des Khan Tengri

Solaranlage mit Beleuchtung im Messzelt

Strom im Basislager für das Laden der elektronischen Geräte (Achtung: nur beschränkt möglich)

Mediziner Sauerstoff für den Notfall

Grosse Apotheke im Basislager mit Pulsoxymeter

Apotheke in den Hochlagern

Apotheke für den Gipfelgang

1 lokaler Hochträger pro 6 Teilnehmende

Küche: Koch und Küchenhilfen

Lokaler Übersetzer

Expeditionserfahrene:r staatlich geprüfte:r Bergführer:in

Nicht inbegriffen

Versicherungen (siehe zusätzliche Informationen «Versicherungen»)

Persönliche Lastenträger in die Hochlager (können vor Ort organisiert werden)

Individuelle Getränke

Alkoholische Getränke

Persönliche Medikamente (siehe K&P-Handbuch)

Sonderkosten, die im Zusammenhang mit Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen

Individuelle Trinkgelder

Wir organisieren gerne Hochträger für diejenige:n Teilnehmer:in, die auch einen Teil ihres persönlichen Gepäcks abgeben möchten.

Hotel und Zeltunterkünfte werden im Detailprogramm vermerkt. Zusätzliche nicht im Reiseprogramm vermerkte Hotelübernachtungen sind nicht im Preis inbegriffen.

Reise-Vorbereitung

Im Pauschalpreis inbegriffen sind internationale Flüge. Abflugorte prüfen wir gerne für Sie. Falls ein gewünschter Abflugort einen Aufpreis zur Folge hat, werden Sie rechtzeitig informiert.

Für alle europäischen Länder ist die Visumpflicht für Kirgistan für Aufenthalte bis 60 Tage seit 2012 aufgeboben. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate über den Rückreisetermin hinaus gültig sein.

Ausrüstungsliste Khan Tengri

Kleidung

Jacken

Daunenjacke für Expeditionen mit 800er Daunenfüllung

Primaloftjacke oder dünne Daunenjacke

Gore-Tex Jacke

Softshell Jacke

Fleecepullover oder Fleecejacke

Hosen

Trekkinghose, leicht und lang

Berghose für Hochtouren

Gore-Tex Hose

Primalofthose oder dünne Daunenhose

Kurze Hose

Unterwäsche/T-Shirts

T-Shirts

Unterwäsche

Thermo- bzw. Funktionsshirt, langarm

Thermo- bzw. Funktionshose, lang

Handschuhe

Fingerhandschuhe, warm

Expeditions-Daunenhandschuhe

Unterziehhandschuhe, dünn, Seide oder Fleece

Schuhe/Socken

Bequeme Schuhe (Laufschuhe für das Basislager)

Trekkingschuhe

Expeditionsbergschuhe, Modell 7000er

Trekkingsocken

Bergsocken, dick und warm

Schlafen

Schlafsack Daune (Komfortbereich -20°C)

Isomatte, hoher Isolationswert

Expeditions-Daunenschuhe (nice to have!)

Kopfkissen-Bezug (gefüllt mit der Daunenjacke als Kopfkissen)

Schaumstoff-Isomatte im Basislager wird von K&P zur Verfügung gestellt.

Kopf-, Gesicht- und Augenschutz

Sonnenbrille

Gletscher-Sonnenbrille (mit Nasenschutz wenn möglich)

Skibrille, hoher UV- Schutz (schützt auch gegen Wind)

Buff

Schildkappe

Stirnband

Warme Mütze

Sturmhaube (Balaclava) oder Gesichtsmaske (Windstopper oder Neopren)

Sonnencrème, Schutzfaktor 50

Lippenschutz, Schutzfaktor 50

Technisches Material

Rucksack ca. 60 L

Regenhülle für den Rucksack

Klettergurt, leicht

Pickel, leicht

Teleskopstöcke

Steigeisen mit Antistoll (angepasst an die Expeditionsbergschuhe)

2 Karabiner (Schnapper)

3 HMS Karabiner (Schrauber)

Jümar (Steigklemme)

Abseilgerät (Achter empfohlen)

Helm

5 Meter Reepschnur Ø 7 mm (für das Jümar-System)

5 Meter Reepschnur Ø 5mm

Bandschlinge 120 cm/Dyneema

1 Eisschraube (19 cm)

Kompressionssäcke für Daunenartikel

Essutensilien leicht für Hochlager( Essnapf inkl. Besteck)

Trinkflasche mit grosser Öffnung (Nalgene)

Thermosflasche

Pinkelflasche/Plastiksäcke

Stirnlampe (inkl. Ersatzbatterien), plus eine kleine Reservestirnlampe

Taschenmesser oder Multifunktionswerkzeug

Feuerzeug mit Feuerstein

Höhenmesser

Thermopads für Hände und Füsse

Diverses

Abflugbrief von K&P (enthält die letzten Infos)

2 Reisetaschen 110 L (wasserfest, bei K&P zum Vorzugspreis)

Bargeld für den persönlichen Gebrauch und Trinkgelder

Kreditkarte (Mastercard oder Visa)

Reisepass

Kopie des Reisepasses

2 Passfotos

Kleine Reiseapotheke (Persönliche Medikamente/Compeed)

Schreibzeug

Mobiltelefon

Nécessaire, Kulturbeutel

Handtuch (Mikrofaserhandtuch)

Handdesinfektionsgel (50 ml)

Oropax

Taschentücher, Feuchttücher

Badesachen

Fotoausrüstung

Expeditionsapotheken für Basislager und Hochlager, Funkgeräte, GPS und Kartenmaterial hat dein:e Bergführer:in von K&P dabei.

Termine

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