Everest – Schon fast am Ziel

17 Apr 2017
von Holger

Noch einen Tag Fahrt sind wir entfernt vom Basecamp auf der tibetischen Seite des Mt. Everest. Auch wenn alle im Team schon einmal vorher in Tibet waren, bleibt die Faszination von diesem Land erhalten und so schauten wir uns zum wiederholten Male gerne die Sehenswürdigkeiten der tibetischen Hauptstadt Lhasa an. Der Potala-Palast ist von aussen wie von innen beeindruckend. Für mich persönlich der dritte Besuch und jedesmal wünschte ich mir, man dürfe Fotos im Inneren machen. Auch der Dschokhang-Temel steht auf unserer Besuchsliste.
Der nächste Tag führte uns über die beiden Pässe Khamba La und Karo La nach Gyantse. Beim Halt auf dem Khamba La haben wir einen wunderschönen Ausblick hinunter auf den Yamdrok-Tso, einen der heiligen Seen in Tibet. Am Abend erreichten wir Gyantse.
Nach dem Frühstück erleben wir ein Stück Tibet, das zumindest zum Teil ein traditionelles Bild vom Leben in diesem Land vermittelt: Das Kloster mit dem Kumbum-Chörten und seinen 108 Kapellen, der Weg durch die „Altstadt“ und schliesslich das Fort von Gyantse auf dem Hügel über dem Ort.
Nach dem Sightseeing erwartete uns eine kurze Etappe im Auto bis nach Shigatse. Wir machen uns kurz frisch und schon geht es zum Abendessen. Den kommenden Morgen nutzten wir zum Besuch des Tashilhunpo, des Klosters in Shigatse. Danach die lange Fahrt nach Shegar, wo wir erstmals über 4000 m übernachten und letztmals in einem richtigen Bett.

Soviel zu den Stationen unserer Reise. Es lohnt sich aber auch einen Blick auf unser Team zu werfen! Für mich ist es die zehnte Expedition an der ich teilnehme und ich glaube daher ein Stück weit bewerten zu können, wie gut ein Expeditionsteam zusammen passt und ich muss sagen, dass ich bis jetzt ein super Gefühl habe. Ausser mir, sind noch Mark, Paul und Angus aus dem Team der Erdbebensaison 2015 dabei. Verstärkt wird die Mannschaft durch Ingrid, Julia und Bruno. Die Stimmung könnte nicht besser sein und auch gesundheitlich sind alle voll auf der Höhe. Hoffentlich bleibt das so. Kari und Julian haben die Leitung der Expedition und schauen erfolgreich, dass alles glatt läuft.

In Sachen Fotografie werden hier wahre Meisterleistungen vollbracht. Bruno, Paul und Julian sind mit bester Ausrüstung und gutem Auge im Dauereinsatz und das Beste ist, sie teilen ihre Bilder gerne mit uns anderen.

Es bleibt zu sagen, dass alle, die uns zu Hause die Daumen drücken bisher einen super Job gemacht haben. Also: Weitermachen :)

Ach übrigens noch ein Tipp für zukünftige Expeditionsteilnehmende: Wenn Kari Essen für alle bestellt, behaltet das im Auge ... mitunter bestellt er ziemlich komische Sachen!

Viele Grüsse an alle Familien und Freunde vom ganzen Team,
im Auftrag des Teams
Holger