Beginn Mt. Everest Expedition 2017

12 Apr 2017
von Kari

SIR EDMUND HILLARY (1919-2008)
„Du brauchst kein fantastischer Held zu sein, bloss ein ganz normaler Kerl mit ausreichend grosser Motivation, um anspruchsvolle Ziele zu erreichen.“

Zum 17. Mal bin ich «Auf und Davon» am Mt. Everest und das Motto ist: wir sind „keine fantastische Helden“!

Bin ein wenig Stolz darauf, dass ich mit 62 Jahren immer noch voller Tatendrang und mit derselben Freude wie eh und je zur Besteigung des Mt. Everest unterwegs sein darf!
Immer noch nervös auf meine Teilnehmenden wartend und um zu sehen was auf mich zukommt, einfach toll.

Ich habe mir dieses Jahr die Zeit genommen, die ganze Mt. Everest-Expedition etwas ruhiger anzugehen. Denn es sollte eigentlich nach einem grossen Wechsel unserer Agentur sehr viel zu Tun geben, habe ich anfänglich gemeint. Doch dem war nicht der Fall, denn meine alten und neuen Mitstreiter haben sich so ins Zeug gelegt, dass dem „Alten“ nur noch das Staunen übrig blieb. Ich werde dann ein paar Bilder im Basislager machen, lasst euch überraschen. So was von süss! Das Süsse dabei ist, sie sehen unsere neue Firma als ihre eigene Firma an, und leben dies auch! Sollte eigentlich immer so sein!

Es war eine Woche lang schön ruhig in Kathmandu, wenn man den Umgebungslärm so nennen darf. Es sah so aus, als ob nichts im Busch ist. Am Freitag, oder 4 Tage vor Abreise, kam die Nachricht von Subash: „Big Problem Charly“. Alle die ein Pakistan-Visum im Pass haben, bekommen kein Visum für Tibet!
Wer war in der letzten Zeit in Pakistan? Die zwei Bergführer für den Mt. Everest 2017!
Ich möchte hier nicht alles bis ins letzte Detail erklären, nur soviel, die Schweizer Botschaft hat uns bestens und tatkräftig unterstützt.
Julian konnte dann auf einmal doch mit dem Original-Pass einreisen. Und Kari musste mit einem Notpass vorlieb nehmen.
Diese Übung hat mich ein paar Nerven und ein paar Haare, von denen ich sowieso nicht mehr viele habe, gekostet.
Heute sind wir alle glücklich nach einem wunderschönen Flug mit Sicht auf den Mt. Everest in Lhasa angekommen. Nach dem typischen, super guten tibetischen Hot-Pot waren alle selber so gekocht, dass es kein Schlafmittel benötigte um Morgen früh in der Waagrechten wieder aufzuwachen.

Ich muss ehrlich gestehen, ich bin kein grosser Freund all dieser Himalaya- und Everest-Berichte-„Schreiberlinge“. Viele von ihnen schreiben über etwas wovon sie null Ahnung haben. Sie ziehen über Menschen her die einen Traum haben. Nebenbei bemerkt: auch ich habe nicht Freude an allen Träumen für die unsere Berge gerade stehen müssen. Doch eines sei gesagt, sie müssen keinem Menschen weh tun, höchstens sich selber! Wenn man zur Zeit sieht, was auf unserer Welt abgeht, dann mach ich mir wenig Sorgen um die paar Everest „Spinner“, zu denen ich auch gehöre.
Wie immer gibt es auch löbliche Ausnahmen. Eine ist Stefan Nestler. Er schreibt, recherchiert, erkundigt sich und das auf eine sehr anständige Art. Dies sollte mal gesagt sein, denn es gibt viele Selbstdarsteller und Journalisten die sich anmassen über das was am Berg geschieht zu berichten. Nicht einmal ich konnte nachvollziehen, obwohl ich nur 10 km vom Basislager auf der Südseite entfernt war, was 2014 und 2015 genau auf der Südseite (Nepal) vom Mt. Everest passiert ist.
Also, wenn sie gute Berichte über die Bergsteigerei im Himalaya lesen möchten, dann schauen sie hier vorbei: http://blogs.dw.com/abenteuersport/

Bis bald euer Kari, Expeditions-Leiter

Hier kann der Weg der Gruppe verfolgt werden: https://share.garmin.com/Bergluft
Julian Beermann, Leadguide, hat einen GPS-Tracker dabei.