Abbruch der Mt. Everest-Expedition

29 Apr 2015
von Jens

Die verheerenden Auswirkungen des Erdbebens und der nachfolgenden Nachbeben haben auch die seit Anfang April 2015 stattfindende Everest-Expedition von Kobler & Partner auf der Nordseite des Berges, im Tibet, nicht ohne Folgen gelassen. Seit 3 Tagen ist das Weiteraufsteigen oberhalb von 6450 Metern durch die chinesische Regierung untersagt, sodass die Expeditionsteilnehmer und die Sherpas im Base Camp und im Advanced Base Camp blockiert sind.

Heute, Mittwoch, 29. April 2015, hat die Leitung der K&P Everest-Expedition 2015 entschieden, das Vorhaben den Gipfel des höchsten Berges der Welt zu besteigen, abzubrechen.

Der Hauptgrund dazu basiert auf dem immer an oberster Stelle stehenden Sicherheitsdenken von K&P. Die chinesischen Seismologen prognostizieren weitere Nachbeben in der Region der tibetischen Hochebene, sodass sich ein Weiteraufstieg am Berg nicht mit der Verantwortung durch K&P gegenüber den Teilnehmern und Mitarbeitern (Sherpas) vereinbaren lässt.
Diese Prognosen erklären auch den heutigen Entscheid der chinesischen Regierung, keine Bewegungen von Personen oberhalb des ABC zu gestatten. Das ABC muss so rasch als möglich durch die Expeditionsorganisationen zurückgebaut werden.

Ab sofort wird durch die Expeditionsleitung ein geordneter Abbruch der Expedition organisiert. Die Rückreise der Teilnehmer wird über China geplant, da sämtliche Verkehrswege nach Nepal durch das Beben für Fahrzeuge gesperrt sind. Die Sherpas werden solange vor Ort weiterbeschäftigt bis sämtliches Material für den Rücktransport oder für die Einlagerung bereitgestellt ist. Danach hoffen wir, dass die Sherpas wieder über Zangmu/Kodari in ihre Heimat nach Nepal einreisen können.

Über die konkreten Daten der Heimreise der Teilnehmer werden wir, sobald sie feststehen, hier auf der Webseite informieren.

Sherpas
K&P wird die geschädigten Sherpas sowie ihre Angehörigen nach allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen.
Dazu steht der K&P "Verein Hilfsfonds Berge" bereit, an den wir hier wieder erinnern möchten.

Unser Spendenaufruf gilt heute gezielt für Nepali, die durch das Erdbeben zu Schaden gekommen sind.
Wenn Sie an einer direkten Hilfe vor Ort interessiert sind, berücksichtigen Sie bitte unseren Hilfsfonds.

Auf der K&P-Webseite werden wir laufend informieren, welche konkreten Hilfsleistungen aus dem Hilfsfonds geleistet wurden.