Satopanth

Satopanth © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA, Tiles: Mapbox
Mächtige Pyramide im nordindischen Garhwal
  • Der Satopanth ist ein äusserst markanter Siebentauser in der äussersten Ecke Nordindiens.
  • Der Berg liegt in einem der schönsten Gebiete des Himalayabogens und wurde von einer Schweizer Expedition erstbestiegen.
  • Die Anreise ist ein Erlebnis für sich: Sie führt zu den Quellen des Ganges, einem der bedeutendsten Pilgerziele im Himalaya.
  • In der Nachbarschaft des Satopanth stehen atemberaubende Gipfel wie der Shivling oder die Bhagirathi-Gruppe.
  • Der Aufstieg über den messerscharfen Nordostgrat ist ein echter Gang über eine Himmelsleiter.
  • Qualitätsbonus: 1 lokaler Hochträger pro 4 Teilnehmer/innen, aktueller Wetterbericht.

Der Garhwal-Himalaya umfasst eine Vielzahl von Naturschönheiten. Hier entspringt der Ganges, der heilige Fluss Indiens. Auf dem kurzem Anmarsch erleben wir die Ehrfurcht der Pilger und die Erhabenheit der Berge, allen voran die des mächtigen Satopanth, den wir von Norden her zu besteigen versuchen. Weiter geniessen wir die Ausblicke in eines der schönsten Gebirgsmassive des Himalaya, das zudem nicht überfrequentiert ist. Die Erstbesteigung des beeindruckenden Berges gelang einer Schweizer Expedition um die bekannten Bergsteiger André Roch und Alexander Graven.
Ins Quellgebiet des Ganges, des heiligen Flusses Indiens, ziehen sich die Einsiedler zur Meditation zurück. Hier, in der Abgeschiedenheit Nordindiens, finden wir unser faszinierendes Gipfelziel, den mächtigen Satopanth. Schon immer hat Indien Reisende angezogen und durch die Vielfalt seiner Menschen, Kulturen und Landschaften fasziniert. Bereits 1897 beschrieb Mark Twain Indien als
das «Land der Träume und Romantik, des ungeheuren Reichtums und der unglaublichen Armut, des Prunks und der Lumpen, der Paläste und der Baracken.»
Seit Menschengedenken ist der Garhwal, eine Region des indischen Himalaya, das Gebiet, in das sich Sadhus, Swamis, Babas, Gurus, Yogi und Wandermönche mit Vorliebe zurückziehen: Jene frommen Männer also, die sich dem Göttlichen zu nähern versuchen durch Studium, Askese, Meditation oder Versenkung. Sie sind zum Beispiel im Dorf Gangotri anzutreffen, wo sie in bescheidenen Hütten oder unter Felsbrocken den Sommer und manchmal auch den eiskalten Winter verbringen. Dass Gangotri zu einem der wichtigsten Pilgerziele des indischen Subkontinents wurde, liegt an seiner Lage an einem der Quellflüsse des Ganges – «Heilige Mutter Ganga» nennen die Inder ihn. Bereits 1938 unternahmen die österreichischen Pioniere Eduard Ellmauthaler und Walter Frauenberger einen Versuch zur Besteigung des Satopanth. 1948 schliesslich gelang den Schweizern um André Roch und Alexander Graven die Erstbesteigung.

Reiseprogramm

1. Tag: Flug nach Delhi

2. Tag: Ankunft in Delhi
Transfer zu unserem Hotel. Der Nachmittag steht uns zur Besichtigung Delhis zur Verfügung. Wir erhalten einen kleinen Eindruck von der Hauptstadt Indiens, die von Mogulen erbaut und geprägt wurde. Sehenswert sind Bauwerke wie das Rote Fort (eine gewaltige Festungsanlage aus rotem Sandstein) und eine der grössten indischen Moscheen, die Freitagsmoschee Jama Masjid, mit ihren gläubigen Besuchern. Bunt und quirlig geht es in Delhi vor allem in den Altstadtgassen des Chand Chowk zu und her. Wir statten weiter der Indian Mountaineering Foundation einen Besuch ab, die das Bergsteigen in Indien regelt und mit einem kleinen Museum aufwartet. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Delhi–Haridwar–Rishikesh
Nach der Ankunft in Delhi geht es gleich weiter mit dem angenehmsten Verkehrsmittel, dem Zug. Wer weiss, vielleicht hatten Sie bis anhin die Vorstellung, dass Zugfahren in Indien nicht sehr angenehm sei? Dann lassen Sie sich überraschen! Richtung Norden, nur mit unserem Handgepäck bestückt, gelangen wir durch die heisse Ebene zu einem der wichtigsten Pilgerorte Nordindiens: Haridwar. Der hinduistischen Mythologie zufolge soll hier einer der vier Tropfen der Unsterblichkeit zu Boden gefallen sein. Nach ca. 7 Std. Zugsfahrt erreichen wir unseren Bestimmungsort und fahren anchliessend mit dem Taxi nach Rishikesh. Rishikesh gilt als Zentrum der heiligen Männer und als Lehrstätte der indischen Philosophie, des Yoga und der Meditation. Hier verlässt auch der Ganges die gebirgigen Regionen des Nordens. Übernachtung im Hotel.

4. Tag: Rishikesh–Uttarkashi
Wir folgen einer gut ausgebauten Bergstrasse über den ersten Pass (1600 m), um in die Provinzhauptstadt Tehri zu gelangen. Am umstrittenen, sich im Bau befindenden Wasserkraftwerk vorbei, gelangen wir nach Uttarkashi, wo wir den lebendigen Bazar und wenn möglich das Mountaineering Institute besuchen. Fahrzeit 5–7 Std. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Uttarkashi–Gangotri (3046 m)
In weiteren 6 Stunden folgen wir einer schmalen, manchmal etwas ausgesetzten Bergstrasse und gelangen zum Pilgerort Gangotri. Dessen Herzstück ist der Bhagirathi-Fluss. Das Gletschertor, aus dem er entspringt, ist 19 km entfernt und bildet den Abschluss des mächtigen Gangotri-Gletschers. Übernachtung im Hotel.

6. Tag: Ruhetag in Gangotri
Der heutige Tag steht uns zur Bereitstellung des Gepäckes und zum Organisieren der Träger zur Verfügung. Wir unternehmen eine kleine Wanderung in der Umgebung von Gangotri. Übernachtung im Hotel.

7.–9. Tag: Gangotri (3050 m)–Gamukh (3800 m)–Nandanban (4500 m)–Basecamp Vasukital (4900 m)
Wir folgen dem Pilgerweg nach Gamukh zur Quelle des Ganges. Diese entspringt aus einem mächtigen Gletschertor. Unser Weg führt uns über einen geröllbedeckten Gletscher bevor wir Nandanban erreichen. Die Aussicht wird immer spektakulärer: Wir sehen den Shivling, das «indische Matterhorn», die Bagarathi-Türme und den Kedar Dome. Übernachtung im Zelt.

10.–26. Tag: Besteigung des Satopanth
Vom idyllisch gelegenen Basislager am kleinen See im Vasuki-Tal (4900 m), erfolgt die Besteigung des Satopanth. Übernachtung im Zelt.

Route:

Basislager Vasuki (4900 m)–Lager I (ca. 5400 m)
Vom Basislager folgen wir der grasbewachsenen Moräne, um einen anfänglich mit Schutt bedeckten Seitenarm des Chaturangi-Gletschers zu betreten. An seiner windgeschützten Seite errichten wir unser Lager I auf ca. 5400 m. Der Blick aus dem Zelt geht direkt auf unser Ziel, den rassigen Nordostgrat des Satopanth.

Lager I–Lager II (6000 m)
Wir absolvieren mehrere Materialtransporte, um Lager I und Lager II richtig einzurichten und uns gut zu akklimatisieren. Das Panorama auf die Bhagirathi-Gruppe und grossartige, wilde Gipfel wie Vasuki oder Chandra Parbat begleitet uns beim Aufstieg. Zum Lager II gelangen wir über eine etwas brüchige, kombinierte Flanke (bei guten Verhältnissen über den Gletscher), die wir mit Fixseilen ausrüsten. Danach führen weite Gletscherhänge zuerst steiler, dann flach zum kleinen Sattel, wo wir unser Lager II in wunderschöner Lage erstellen.

Lager II–Lager III (ca. 6500 m)–Gipfel
Von Lager II gelangen wir an grossen Spalten vorbei zur schmalen, messerscharfen Schneide des Nordostgrates. Hier fixieren wir mehrere Seillängen. Zu beiden Seiten fällt der Grat steil ab. Je nach Verhältnissen richten wir ein letztes Lager nach dem exponierten Gratstück am Schluss der langen, ca. 30 Grad steilen, Gipfelflanke ein. Von hier aus werden wir den Aufstieg zum höchsten Punkt des Satopanth anpacken, der als einer der mächtigsten und höchsten Aussichtspunkte des indischen Himalaya bekannt ist.

27. Tag: Vasuki-Tal (4900 m)–Bhujbasa (3800 m)
Wir kehren den hohen Gipfeln den Rücken und steigen, von neuen Eindrücken erfüllt, bis nach Bhujbasa ab.

28. Tag: Bhujbasa–Gangotri (3046 m)
Die 4-stündige Wanderung bringt uns zurück nach Gangotri, wo wir unsere Träger verabschieden und das Gepäck für die Heimreise packen.

29. Tag: Gangotri (3046 m)–Uttarkashi–Rishikesh
Eine lange Fahrt entlang des Ganges bringt uns zurück ins Tiefland nach Rishikesh.

30. Tag: Rishikesh–Delhi
Und wieder geniessen wir die Zugsfahrt durch Indien nach Dehli. Am Nachmittag Besuch der Indian Mountaineering Foundation.

31. Tag: Rückflug von Delhi

Anschlussprogramm:
Das Taj Mahal gehört zu den beindruckendsten Monumenten Indiens. Es kann nach der Reise als Anschlussprogramm oder bei einer frühzeitig erfolgten Besteigung zusätzlich besucht werden. Wir wollen aber soviel Zeit wie möglich am Berg verbringen, um eine erfolgreiche Besteigung zu machen.
Der Grossmogul Shah Jahan liess das Taj Mahal zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene Hauptfrau Mumtaz Mahal erbauen. Es ist ein Mausoleum, auf einer 100x100m grossen Plattform aus Granit errichtet, mit einem wunderschönen Garten. Das Bauwerk sollte die Liebe zu seiner Frau bekunden.

Inbegriffene Leistungen
  • Internationale Flüge, inkl. Taxen
  • Fluggepäck (siehe Ausrüstungsliste)
  • Sämtliche Transfers; Bus- und Jeepfahrten
  • Organisation der gesamten Expedition
  • Informationstreffen bei Bächli Bergsport in Bern
  • Eintrittsgebühren zu den Sehenswürdigkeiten
  • Trinkgeld von Kobler & Partner (empfohlener individueller Anteil: siehe Abflugbrief)
  • Gipfelgebühren und andere regionale Gebühren
  • Vollpension während der ganzen Reise (individuelle Zwischenverpflegung, siehe K&P-Handbuch)
  • Getränke bei gemeinsamen Mahlzeiten
  • Anzahl Hotelnächte im Doppelzimmer (siehe Reiseprogramm)
  • gutes Gruppenzelt, WC-Zelt, Dusch-Zelt
  • 1 Zelt pro Teilnehmer/in im Basislager
  • 1 Zelt pro 2 Teilnehmer/innen auf dem Anmarsch und in den Hochlagern
  • Leichte Matten für die Hochlager, siehe Ausrüstungsliste
  • Fixseile, Bergseile, Firnschwerter, Eisschrauben
  • Hochgebirgskocher (Gas) und Kochgeschirr
  • Funkgeräte: 1 Funkgerät (9 Volt) pro 2 Teilnehmer/innen
  • Satellitentelefon, exklusiv Gesprächsgebühren; obwohl auf Expeditionen in Indien unerklärlicherweise nicht erlaubt, wird aus Sicherheitsgründen aber trotzdem eines mitgenommen
  • Wetterbericht von Meteotest Bern
  • Solaranlage mit Beleuchtung im Messzelt
  • Strom im Basislager für das Laden der elektronischen Geräte (nur beschränkt möglich!)
  • Porter bis ins Basislager und zurück
  • Medizinischer Sauerstoff für den Notfall
  • Grosse Apotheke im Basislager mit Pulsoxymeter
  • Apotheke in den Hochlagern
  • 1 Rettungsschlitten
  • Grusskarten vom Berg bzw. Land
  • Küche: Koch und Küchenhilfen
  • 1 lokaler Hochträger pro 4 Teilnehmer/innen mit guter Ausrüstung von Kobler & Partner
  • Begleitoffizier
  • Lokaler Touristenführer
  • Staatlich geprüfte/r Bergführer/in
Nicht inbegriffene Leistungen
  • Versicherungen (siehe zusätzliche Informationen «Versicherungen»)
  • Persönliche Lastenträger in die Hochlager (vorgängige Reservation empfohlen)
  • Getränke
  • Visum für Indien (siehe zusätzliche Informationen «Reisedokumente»)
  • Persönliche Medikamente (siehe K&P-Handbuch)
  • Sonderkosten, die im Zusammenhang mit Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen
  • Evtl. Besuch des Taj Mahal in Agra und Übernachtungen
Support

Hochträger Support

Auch an den hohen Bergen sind neue Ideen gefragt. K&P haben ein neues Angebot ausgeheckt, den Gästen etwas zu bieten, das es bei anderen Anbietern noch nicht gibt.
Seit Jahren bieten K&P mehr als es die «Inbegriffenen Leistungen» versprechen. Unsere Stammkunden (80%) wissen das.

Unterstützung beim Tragen des Gepäcks
Schon lange werden K&P-Kunden von Hochträgern auf die hohen Berge begleitet. K&P möchten die Erfolgsrate an den hohen Bergen erhöhen. Die Ideen haben sich bei Mt. Everest-Expeditionen so gut bewährt, u.a. haben sich die erfolgreichen Besteigungen um ein Vielfaches erhöht, dass wir diese Angebote ausweiten möchten.
Wir stellen fakultativ Hochträger zur Verfügung, die helfen Gepäck zu tragen. Nur für Kunden die dies wirklich möchten und benötigen. Für die anderen Kunden entstehen somit keine Mehrkosten.

„Zwei Fliegen auf einen Schlag“
Mehr Hochträger erhalten Arbeit.
Auch bedeutet es, dass die Gruppen beim Aufstieg weniger auseinander gezogen werden und die Lager sowie den Gipfel gemeinsam erreichen können. Obendrein wird die Sicherheit erhöht und es steht mehr Manpower bei einer evtl. Rettung zur Verfügung.

Es besteht die Möglichkeit den Hochträgern persönliches Gepäck abzugeben. Mit dem persönlichen Gepäck ist nur das Gepäck gemeint, das auf der Ausrüstungsliste im Handbuch steht.
Die zusätzlichen Kosten für das Tragen des persönlichen Gepäcks werden sehr unterschiedlich ausfallen. Hochträger im Tibet kosten ca. das dreifache wie in Nepal oder Pakistan. Die Zusatzkosten pro Kilo in die verschiedenen Hochlager werden wir vor der Expedition bekannt geben.

Geteilter Hochträger
Eine weitere Möglichkeit hat sich in den letzen Jahren aufgetan, die gerne genutzt wird. Es ist der «halbe» Hochträger. Er kann z.B. auch für K&P arbeiten, wenn er vom Kunden nicht benötigt wird und kommt somit der Gruppe zugute. Wie oben erwähnt sind die Kosten sehr unterschiedlich.

Ausrüstung & Checkliste
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7 075m.

Vorausgesetzte Erfahrung

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Ernsthaftigkeit

Die Ernsthaftigkeit der Reise auf der Kobler Skala. Die Skala reicht von A (hoch) zu D (gering).

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