Muztagh Ata

Muztagh Ata © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA, Tiles: Mapbox
Vater der Eisriesen
  • Die ideale Einsteigerexpedition und mit einer durchschnittlichen Hangneigung von 25 Grad eine traumhafte Schneeschuh- oder Skitour.
  • An diesem Berg gehören wir zu den Pionieren unter den Veranstaltern und bieten jahrzehntelange Erfahrung.
  • Die Anreise über das einzigartige Kirgistan, auch «die Schweiz Zentralasiens» genannt, ist der kürzeste Weg, um zum Muztagh Ata zu gelangen.
  • Eine Expedition, bei der neben dem Bergerlebnis auch die kulturellen und landschaftlichen Attraktionen eine wichtige Rolle spielen.
  • Sie werden am Muztagh Ata von Hochträgern begleitet.

«Vater der Eisberge» wird der Muztagh Ata von den hier lebenden Völkern genannt. Er liegt auf chinesischem Boden im Grenzgebiet zu Pakistan, Afghanistan und Kirgistan an der ehemaligen Seidenstrasse. In dieser einmaligen Landschaft übt der Muztagh Ata eine starke Anziehungskraft auf (Ski)-Bergsteiger aus: Wie ein Riese überragt er eine karge, fast wüstenähnliche Landschaft mit riesigen Sanddünen. Die hier lebenden Hirten sind oft Nomaden, die in typisch mongolischen Jurten (Zelten) leben. In Orten wie Kashgar drängt sich das Volk mit tausenden von Eselskarren zum bunten Sonntagsmarkt.
Der Berg ist mit seinen 7546m ein nicht zu unterschätzendes Ziel. Die Besteigung ist dank der kurzen Anreise trotzdem in ca. vier Wochen möglich. Nebst dem Basislager errichten wir drei Höhenlager, um den Gipfel mit Skis oder zu Fuss zu erreichen. Der Aufstieg ist technisch leicht, aber wegen der unübersichtlichen Dimensionen muss das Augenmerk auf die Orientierung gelegt werden. Deshalb werden wir die Route mit Fähnchen markieren.
Dieser Berg zeigt den unwahrscheinlichen Wandel, den das Bergsteigen in China, v.a seit der Olympiade im Jahre 2008, durchlaufen hat. Als Kari im Jahre 2007 am Muztagh Ata war, wollten 15 chinesische Bergsteiger den Muztagh Ata besteigen, was damals eine ganze Menge war. Dabei waren unter anderem Mister Huang, inzwischen zweifacher Everest-Besteiger und Besitzer des Muztagh Ata. Die Situation hat sich zwischenzeitlich stark verändert: im Juli belagern nun jeweils hunderte von chinesischen Bergsteigern den Berg. Dies wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch verstärken und somit ziehen Kobler & Partner die Konsequenzen daraus und bieten den Muztagh nur noch während der für Skis sowieso besser geeigneten Saison im Juni an.

Reiseprogramm

1. Tag: Linienflug nach Bishkek

2. Tag: Ankunft in Bishkek–Jurtenzelt am Torugat-Pass
Morgens Ankunft in Bishkek, dem Tor zur einmaligen Bergwelt Kirgistans. Um zum Torugat-Pass, der die Grenze zwischen Kirgistan und China bildet, zu gelangen, durchqueren wir das Land von Norden nach Süden. Das märchenhaft gelegene Jurtenlager am Fuss des Torugat-Passes bildet unseren ersten Etappenhalt. Ganz in der Nähe befindet sich eine kleine Festung, die in alten Zeiten von den Reisenden auf der nördlichen Seidenstrasse benützt wurde, bevor sie das Tien Shan-Gebirge überqueren mussten.
Fahrzeit: 9 Std. Übernachtung in Jurten.

3. Tag: Jurtenlager–Torugat-Pass–Kashgar
Durch weite Täler, das Tien Shan-Gebirge im Hintergrund, gelangen wir zum Torugart-Pass. Unterwegs kreuzen wir die nördliche Route der Seidenstrasse, die heute noch manchmal als Schmugglerweg dient. Hinter dem Pass ist der starke Einfluss der Taklamakan-Wüste spürbar: Die Landschaft ist sehr trocken und karg. Von der Grenze fahren wir mit dem Bus zur ca. 200 km entfernten Oasenstadt Kashgar am Rand der Taklamakan-Wüste. Übernachtung im Hotel. Fahrzeit: 9 Std.

4. Tag: Ruhetag in Kashgar
Kashgar ist ideal für den heutigen Ruhetag, welchen wir mit spannenden Ausflügen in die pulsierende und völkerdurchmischte Stadt unternehmen. Die Innenstadt Kashgars zu besuchen ist ein Muss und man gewöhnt seinen Körper so langsam an die doch fremde Welt. Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Kashgar–Subash
Es geht sofort weiter in die Höhe über die kirgisische Hochsteppe zum Kirgisendorf Subash, der letzten Station, die man mit Fahrzeugen erreicht. Hier übernachten wir in Jurten. Fahrzeit: 5 Std.

6. Tag: Ruhetag in der Umgebung von Subash
Wir lassen unserem Körper Zeit, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Ein kleiner Ausflug mit Kamelen zu den umliegenden Dörfern bringt uns die kirgisische Kultur etwas näher. Übernachten in Jurten.

7. Tag: Subash–Basislager
Aufstieg zum Basislager am Muztagh Ata auf ca. 4500m. Unser Gepäck wird von Kamelen getragen. Übernachtung im Zelt.

8.–25. Tag: Besteigung des Muztagh Ata
Drei Hochlager stehen uns zur Verfügung und müssen mit Hilfe von Hochträgern aufgebaut werden: Lager I wird auf ca. 5500m errichtet, Lager II auf ca. 6200 m und Lager III auf ca. 6900m. Übernachtung im Zelt.

Die Aufstiegsroute:
Basislager (4500m)-Lager I (5500m)
Der Aufstieg wird, je nach Schneeverhältnissen, bis in eine Höhe von ca. 4900m mehrheitlich zu Fuss bewältigt. Der grosse Rest der Route bietet ideales Ski- oder Schneeschuh-Gelände. Vom Basislager auf 4500m aus folgt man einem wenig ausgeprägten Grat, der in einer Höhe von ca. 5200m in der riesigen Flanke des Muztagh Ata endet. Die restlichen Höhenmeter bis zum Lager I führen über diese ca. 20 Grad steile Flanke.

Lager I (5500m)-Lager II (6200m)
Zwischen Lager I und II liegt das anspruchsvollste Gelände der gesamten Route. Anfänglich geht es über den nun 25 Grad steilen Hang, anschliessend durch eine je nach Verhältnissen mehr oder weniger harmlose Spaltenzone unter einen grossen Sérac, der die einzige lawinengefährdete Zone des Aufstiegs bildet. An diesem vorbei gelangen wir durch eine weite Mulde zum Lager II.

Lager II (6200m)-Lager III (6900m)
Der Weg zum Lager III und anschliessend zum Gipfel führt über ausgedehnte, für die Abfahrt optimal geneigte Hänge.

Lager III (6900m)-Gipfel
Ein langer, nicht enden wollender Aufstieg bringt uns über eine riesige Flanke (ca. 20 Grad steil) auf den Gipfel.
Die Abfahrt ist, je nach Schneeverhältnissen, bis kurz vor das Basislager möglich.

26. Tag: Basislager-SubashKashgar-Markt
Morgens wird das Gepäck wieder auf die Kamele verladen und wir steigen ab nach Subash. Von dort fahren wir mit dem Bus zur ca. 200 km entfernten Oasenstadt Kashgar am Rand der Taklamakan-Wüste. Übernachtung im Hotel.

27. Tag: Fahrt von Kashgar-Jurtenlager am Torugat-Pass
Wir verlassen den wohl bekannteste Seidenstrassen-Ort Kashgar und fahren vorbei an den Zollkontrollen der Chinesen und gelangen an den Scheitelpunkt der chinesisch-kirgisischen Grenze, wo wir von der kirgisischen Agentur abgeholt werden. Nach 2-3 Stunden erreichen wir unser Jurtenlager.

28. Tag: Jurtenlager-Bishkek
Über Stock und Stein durch die typische, zum Teil karge und dann wieder grüne Landschaft, geht es der Hauptstadt Kirgistans entgegen. Übernachtung im Hotel.

29. Tag: Rückflug
Unser Flugzeug nach Europa startet in der Nacht und bringt uns zurück in die Heimat.

Inbegriffene Leistungen
  • Internationale Flüge, inkl. Taxen
  • Fluggepäck (siehe Ausrüstungsliste)
  • Sämtliche Transfers; Bus- und Jeepfahrten
  • Organisation der gesamten Expedition
  • Informationstreffen bei Bächli Bergsport in Bern
  • Trinkgeld von Kobler & Partner (empfohlener individueller Anteil: siehe Abflugbrief)
  • Gipfelgebühren
  • Vollpension während der ganzen Reise (individuelle Zwischenverpflegung, siehe K&P-Handbuch)
  • Getränke bei gemeinsamen Mahlzeiten
  • Anzahl Hotelnächte im Doppelzimmer, 4 Nächte in Jurten (siehe Reiseprogramm )
  • Gutes Gruppenzelt von Kobler & Partner, WC-Zelt, Dusch-Zelt
  • 1 Zelt pro Teilnehmer/in im Basislager
  • 1 Zelt pro 2 Teilnehmer/innen im Hochlager
  • Leichte Matten für die Hochlager (siehe Ausrüstungsliste)
  • Fixseile, Bergseile, Firnschwerter, Eisschrauben
  • Hochgebirgskocher (Gas) und Kochgeschirr
  • Satellitentelefon, exklusiv Gesprächsgebühren
  • Wetterbericht von Meteotest Bern
  • Solaranlage mit Beleuchtung im Messzelt
  • Strom im Basislager für das Laden der elektronischen Geräte (nur beschränkt möglich)
  • Tragtiere (Kamele) bis ins Basislager und zurück
  • Medizinischer Sauerstoff für den Notfall
  • Grosse Apotheke im Basislager mit Pulsoxymeter
  • Apotheke in den Hochlagern
  • 1 Rettungsschlittten
  • Küche: Koch und Küchenhilfen
  • Transport der allgemeinen Hochlager-Ausrüstung mit Eseln ins Lager I
  • 2 lokale Hochträger
  • Begleitoffizier
  • Lokaler Übersetzer
  • Staatlich geprüfter Bergführer
  • Kommunikation: Das Basislager und die Hochlager sind an das GSM-Handynetz angeschlossen
Nicht inbegriffene Leistungen
  • Versicherungen (siehe Zusätzliche Informationen «Versicherungen»)
  • Persönliche Lastenträger in die Hochlager (vorgängige Reservation empfohlen)
  • Individuelle Getränke
  • Visum für China (siehe Zusätzliche Informationen «Reisedokumente»)
  • Persönliche Medikamente (siehe K&P-Handbuch)
  • Sonderkosten, die im Zusammenhang mit Änderungen des vorgesehenen Reiseablaufes entstehen
Support

Seit 2012 rekrutieren Kobler & Partner Hochträger aus Kirgistan, was sich als sehr hilfreich erwiesen hat. Im weiteren wird das allgemeine Material wie Zelte, Kocher, Gas, Matten und Hochlageressen mit Eseln ins Lager I gebracht.

Gut zu wissen: Im Basislager sowie in einzelnen Hochlagern funktioniert das Mobiltelefon. Damit das Telefonieren einwandfrei funktioniert, müssen Sie einen Mobiltelefon-Anbieter haben, der mit China Mobil einen Roaming-Vertrag unterhält.

Ausrüstung & Checkliste
Komplette Ausrüstung & Checkliste für diese Reise anschauen

Für diese Reise benötigen Sie folgende Ausrüstung.

Höhe über Meer

Vergleichen Sie dieses Angebot mit anderen.

7 546m.

Vorausgesetzte Erfahrung

Berechnen Sie Ihre

Für diese Reise empfohlene Erfahrung gemäss K&P Profil-Check.

Ernsthaftigkeit

Die Ernsthaftigkeit der Reise auf der Kobler Skala. Die Skala reicht von A (hoch) zu D (gering).

B