cat_review

Skitourenerlebnis auf der Kola-Halbinsel

Bericht von Heinz Suter, 13.03.2018

Am späteren Donnerstagabend starteten wir in Zürich zum Abenteuer Kola-Halbinsel und besteigen das Flugzeug um via Moskau nach Murmansk zu gelangen. In Moskau stossen noch Isabelle und Peter zu uns; uns das heisst zu Ruedi, Anna, Alexander und Heinz. Am Freitagvormittag erwartete uns in Murmansk, bei schönstem Wetter und nördlichen Temperaturen, Alexey unser russischer Guide. Nach der kurzen Stadtbesichtigung ging unsere Reise mit zwei Autos weiter nach Kirow. Im warmen Vorraum eines Hotels machten wir uns fit um unsere letzte Reise-Etappe, ein rund 1 stündiger Transfer mit Snowscootern, in die Lodge "Kulporr" anzutreten. Auf der Fahrt, sei es auf den Skis, als Passagier auf den Scootern oder in den Gepäckschlitten, wurden wir an die Minustemperaturen akklimatisiert.

In der Lodge, welche für die nächsten fünf Tage unser Ausgangspunkt der Skitouren war, wurden wir herzlich mit einer warmen Suppe empfangen. Die erste Tour am Samstag startete bei ca. -10 Grad, was sich im Verlauf der kommenden Tage als angenehme erweisen wird. Bei leichtem Schneefall zogen wir unsere Spuren durch die Tundra Richtung Gipfel. Nach der ersten Abfahrt durch den russischen Pulverschnee stiegen wir zum zweiten Gipfel auf um auch im Gegenhang schöne Schwünge in den unverfahrenen Pulverschnee zu legen. Dieses Feeling konnten wir in den nächsten Tagen unzähligen Male wiederholen. Es war sehr eindrücklich ca. 600 - 700 Höhenmeter in einem Zug durch den Pulverschnee runter zu schwingen.

An zwei Abenden genossen wir eine Banja, die russische Art von Sauna, in einer kleinen Holzhütte mit anschliessender Abkühlung im Bach bei ca. -25 Grad. Der saunabedinngte Flüssigkeitsverlust wird mit Bier kompensiert, welches sogar den Weg in das Aufgusswasser gefunden hatte. Die Nachahmung in der Heimat kann empfohlen werden. Am Mittwochmorgen starteten wir bei -35 Grad, gezogen vom Snowscootern über den flachen Talboden Richtung Kirowsk. Die Tour führte uns durch eine eindrückliche Landschaft mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten über zwei Pässe. Letztendlich endet der Tag beim Hotel wo wir uns zu Beginn des Abenteuers für den Skidoo-Transfer fit machten. Hier beziehen wir unserer Zimmer um am Donnerstag unsere letzte Tour zu unternehmen. Für diese starten wir im nahe gelegenen Skigebiet mit dem Bügellift. Vor der 24 stündigen Zugsfahrt von Apatity nach St. Petersburg erfrischten wir uns, nach einem medizinischen Gesundheitscheck, in der hoteleigenen Sauna.

Auf der eintausend Kilometer langen Bahnfahrt durch tief verschneite Wälder, neben gefrorenen Seen und Flüssen sowie unzähligen Dörfern und Städten vorbei, erholten wir uns um fit für den kulturellen Höhepunkt, einer interessanten Stadtführung durch St. Petersburg, zu sein. Unter sehr kompetenter Führung von unserem Cityguide Konstantin erhielten wir einen kleinen Eindruck von der Geschichte, der Schönheit und der Vielfältigkeit von St. Petersburg. Dabei darf natürlich auch ein Spaziergang über die gefrorene Newa nicht fehlen. Ein ganz herzliches Merci an Ruedi und Alexey, welche uns die sehr eindrückliche Tour, den kleinen Einblick in dir russische Küche und Kultur ermöglicht haben.