Everest-Expedition: Karis Anreise

Fahrt von Kathmandu ins Basislager

Bericht von Kari Kobler, 18.04.2019

Fahrt von Kathmandu ins Basislager

Es ging im Schnellzugstempo von Kathmandu über Syabru Besi bis kurz vor die pompöse Zollstation der Chinesen, zwischen Nepal und China. Die Strasse, wenn man sie so nennen darf, führt nun nicht mehr über Dunche sondern unten durch, dem Fluss entlang. Was hier mal wieder gebaut wird sprengt jeden Rahmen. Es soll eines der grössten Dammprojekte Nepals werden. Nur die sogenannte Strasse ist furchtbar! Doch man ist 2 1/2 Stunden schneller als über Dunche. Dafür ist die Lodge kurz vor der Grenze wirklich angenehm. Mein etwas alter Buckel tut mir auf den Nepali-Matrazen meistens weh, aber hier bin ich am kommenden Morgen wie ein Jungspund aufgewacht :-)

Dann ging es schnell über die Grenze nach Kyrong. Kurzer Halt um vom Big Boss der Tibet Mountaineeering Association ein paar Geschenke zu empfangen und weiter ging es über das tibetische Hochplateau.

Hier war es wirklich offensichtlich, dass es viel mehr Schnee hat als im Jahr 2018 und dies obwohl ich 10 Tage später dran war. Siehe die zwei Bilder vom Porong Ri, 7292 m, und Langtang Ri, 7205 m, 2018 und 2019.

Über Tingri geht es weiter ins Basislager auf 5200 m. Immer wieder wurde ich gefragt, ob es mir gut gehen würde. Die denken wenn man 64 ist, kann man keine Bäume mehr stemmen :-)

Also vorbei am Porong Ri und La (7292 m) und dem Langtang Ri (7205 m). Spass beiseite, ein wenig habe ich schon gemerkt, dass wir mal gerade 3200 m überwunden haben.

Doch mein System um den Körper zu unterstützen bei der Akklimatisation hat sich sehr gut bewährt. Kein Kopfweh und schlafen konnte ich wie ein Stein. Nur pinkeln musste ich wie eine Kuh, ich denke es waren um die 2 oder 3 Liter in einer Nacht. Dann nach der zweiten Nacht 52er Puls und 85 Prozent Sauerstoff-Sättigung.


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