Kobler&Partner

Skitourengenuss im Langtaufers

(Kommentare: 2)

Skitouren im Langtauferertal

30.1. bis 4.2. 2012

Teilnehmer: Lukas Iten, Bergführer, Elisabeth, Verena, Silvan, Samuel und Christine (Bericht)

Am 30. 1. fuhren wir von Lukas chauffiert mit einem Bus von Bern durch den Arlbergtunnel nach Kappl im Langtauferertal im Südtirol, wo wir im Hotel Langtaufererhof unsere Zimmer bezogen. Kappl liegt auf 1850 m.ü.M.

Am 31. 1. machten wir unsere 1. Skitour hinauf auf den Glockhauser 3021 m.ü.M. auf der Nordseite des Tales. Wir stiegen durch das Melagtäli hinauf und weiter über Schönkar und Sekar  zum Gipfel. Die Abfahrt am Kappelerschwemmsee vorbei über Winkeleck und den Grubenberg direkt hinunter zum Hotel war nicht optimal, weil im mittleren Teil der Schnee bruchharstig war und die Sicht schlecht wegen Nebels. 

Einer der Gruppe machte wegen der diffusen Sichtverhältnisse einen kapitalen Sturz über eine Kante hinunter in einen Graben, zum Glück passierte ihm nichts.

Am Nachmittag probierten wir den Wellnessbereich des Hotels aus.

Am 1. 2. fuhren wir zuerst mit dem Auto talauswärts nach Kapron und von dort hinunter zum Karlinbach. Beim Hof zum Riegel  auf 1675 m.ü.M. parkierten wir und stiegen dem Riegelbach entlang zur Ochsenberg Alm. Dort hat es eine kleine Kapelle, die dem heiligen Wendelin gewidmet ist. Von dort stiegen wir weiter zum Mittereck 2908 m.ü.M.  (Aufstiegszeit 4.5h) Wir hatten eine schöne Aussicht hinunter ins Plawenntal und den oberen Vinschgau.

Darauf folgte eine super Abfahrt hinunter zum Seebersee  2600 m.ü.M. und ein Gegenanstieg zur Ochsenbergscharte und weiter auf den Gipfel des Seeberkopfes 2815 m.ü.M.  (1 Stunde Aufstieg). Von dort gab es eine ganz schöne Abfahrt hinunter zur Ochsenberg Alm und weiter dem vom Schneetöff präparierten Weg entlang zurück zum Auto.

Das Wetter war am Morgen schön gewesen, am Nachmittag überzog es und zeitweise schneite es ein wenig. Einmal sahen wir ein Steinhuhn wegfliegen, im Wald hörten wir immer wieder Tannenmeisen und vom Seeberkopf aus beobachteten wir ein Rudel Gämsen.

Beim Auto erlebten wir eine böse Überraschung, waren doch keine Schneeketten vorhanden, auch nicht in dem Plastiksack unter Dem Sitz, in dem sie hätten sein sollen. Nach drei gescheiterten Versuchen einer sogar rückwärts, mussten wir einsehen, dass wir mit diesem Renault-Bus nicht mehr zur Hauptstrasse hochkommen würden. Da war guter Rat teuer, v.a. weil wir gerne zurück ins Hotel zum Zvieri und an die Wärme gegangen wären. Da hatte Verena die rettende Idee, die Silvan gleich in die Tat umsetzte! Er hielt oben auf der Landstrasse eine Schneefräse an, deren Chauffeur nach einigen Überredungskünsten von Silvan bereit war, unseren Bus auf die Hauptstrasse hochzuziehen. Es sah eindrücklich aus, wie das Riesenvehikel den Bus abschleppte!

Nach dieser Aufregung langte es tatsächlich noch fürs Zvieri, das im Langtauferer Hof legendär ist. Später profitierten wir vom Wellnessbereich und vom „Wellessbereich“ (n. Silvan) des Hotels. 

Am 2. 2. fuhren wir mit der Sesselbahn und dem Schlepplift auf die Masebenalm 2400 m.ü.M.  Dann gab es zuerst eine Abfahrt hundert Höhenmeter hinunter. Von dort stiegen wir über Roteben hinauf zum Valbenairspitz 3199 m.ü.M.  die letzten 50 Höhenmeter ohne Skier. (Aufstiegszeit 3.5h) Das Wetter war besser als angekündigt, es war auch nicht wahnsinnig kalt und die Schneeverhältnisse waren gut, trotzdem gab’s wieder einige Stürze in dem pulvrigen Schnee.

Unterwegs sahen wir 2 Schneehühner und 2 Spielhühner, die Lukas fast überfahren hätte. Spielhühner sehen ähnlich aus wie Auerhähne, nur kleiner, von der Farbe gleichen sie eher den Birkhähnen, der Wirt hatte uns aufgeklärt, dass es sich um Spielhühner handelte, welche dort leben. 

Am 3.2. fuhren wir mit dem Auto nach Reschen und weiter nach Rojen im Rojental auf die Höhe von 1900 m.ü.M. Von dort liefen wir durch das Tal hinein und über die „Alpwiesen“ zur Eggeralm und durch das Griontal hinauf auf den Grionkopf 2896 m.ü.M. Von dort sahen wir hinunter ins Val d’Unia, ein Seitental des Unterengadins und da es schönes Wetter war, sahen wir auch jede Menge Gipfel, die ich hier nicht alle aufzählen kann, Lukas benannte sie auch nicht. Dafür hatte er dann die Bombenidee, auf der Westseite, der Schweizerseite, hinunter zu fahren, wo wir traumhafte Schneeverhältnisse antrafen – Verena war zwar nicht dieser Meinung!

Auf der Höhe von 2500 m montierten wir erneut die Felle und stiegen über „La Stüra“ hinauf zur hinteren Scharte 2702 m.ü.M. Von dort genossen wir eine weitere Superabfahrt über das obere Grion und Moostal hinunter zum Auto bei der Rojenskihütte.  

An diesem Tag war es bitterkalt und dazu blies ein eisiger Wind über die Bergkämme, an eine gemütliche Pause auf dem Gipfel wagte man nicht einmal zu denken.

Am 4.2. war es noch kälter, die Wirtin schaute uns besorgt an, als wir loszogen und bemerkte, dass es minus 25°C sei. Trotz der Kälte fuhren wir mit den Bahnen nochmals auf die Masebenalm. Wir hatten uns gut angezogen, Lukas jedenfalls war mit 7 (sieben!) Lagen Pullovern und Jacken und 2 Paar langen Unterhosen ausgerüstet, ganz wie Kobler und Partner im Programm empfehlen: Mehrschichtenprinzip!

Wir stiegen von der Bergstation des Schleppliftes 2400 m.ü.M. über Stoankarl hinauf auf den Schwarzkopf 3002 m.ü.M. und fuhren dann im allerschönsten Pulverschnee über den unteren Mahderkopf, den Rossboden und die Masebenalm hinunter zur Seilbahnstation auf 1860 m.ü.M. Die ganze Zeit war es wirklich bitter kalt gewesen und die Sicht war nicht optimal.

Im Hotel stärkten wir uns vor der Heimreise bei einem feinen Essen, um anschliessend in 5 Stunden zurück nach Bern zu fahren, wo wir halb erfroren ankamen, weil die Busheizung auf den hinteren Sitzen so minimal war.

Alles in allem war es eine sehr schöne Skitourenwoche in einem idealen Gebiet für Skitouren gewesen. Dazu logierten wir in einem guten Hotel, hatten einen guten Bergführer und selbstverständlich waren wir eine gute Gruppe. 

Wir danken dir Lukas für die schönen Touren, die du für uns ausgesucht hast, v.a. auch für die tollen Abfahrten und für deine immerwährende gute Laune und deine aufgestellte Art, wir schätzten es, mit dir unterwegs zu sein.

Wir danken Kobler und Partner für die gute Organisation dieser Woche.

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Kommentar von Kandolf Axel |

Hallo, war auf eurer Homepage,
wir wollen 3 Tage nach Ostern am Reschenpass einige Skituren machen.
Ist die Tour auf den Schwarzkopf 3002m über die beschriebene Route (Stoankerl) für mittelmäßige Tourengeher machbar, oder zu steil?
Ersuche höflich um baldige Nachricht, Danke!

Kommentar von Ruedi Kellerhals |

Wenn Lawinengefahr die Stufe 2 nicht überschreitet, ist diese Tour absolut vertretbar.

Viel Spass bei Euren Skitouren!

Ruedi Kellerhals, Bergführer und Partner bei Kobler & Partner, Die Bergführer